Spannferkelessen in Dreisielen

Wir waren, und sind bis heute eine Familie mit festem Zusammenhalt, pflegten und pflegen gemeinsam
alle Feste wie Weihnachten und Ostern, oder aber auch die Geburtstage und manchmal auch Feste
zwischendurch.
So richteten wir, noch in Dreisielen, ein großes Spanferkelessen mit den Eltern, den Kindern, Geschwistern
und fasst allen Enkelkindern, aus.
Und das war ein Fest!!!!
Und wie man sieht, dreht es sich wieder ums Schwein und ums Essen.
Mein großer Bruder Karl Heinz hatte in seiner Firma einen großen Grill mit Baldachin und ein großes Zelt
komplett mit Plane gebaut, welches er schon für seine Betriebsfeier gebraucht hatte.
All dieses bauten wir nun in Dreisielen auf.
Mein Vater besorgte ein großes Spanferkel, ich glaube es wog mehr als 60Kg, ein normales Spanferkel
wiegt ca. 12- 20Kg.
Aber ein so großes Schwein hat natürlich schon mehr Geschmack, und auch festeres Fleisch.
Als Spanferkel (von mittelhochdeutsch „Spen“ = „Zitze, Brust“) oder Milchferkel werden küchensprachlich
junge Hausschweine (Ferkel) bezeichnet, die noch gesäugt werden. Sie werden im Alter von etwa sechs
Wochen bei einem Gewicht von etwa zwölf bis zwanzig Kilogramm geschlachtet und häufig im Ganzen
gebraten oder gegrillt.
Das Fleisch von Spanferkeln ist besonders zart, hell und von mildem Geschmack.
Wir marinierten das Schwein mit einer extra hergestellten Marinade bei uns im Keller, es musste
regelmäßig, über zwei Tage lang damit bestrichen werden.
Dann wurde es auf den großen Spieß gesteckt und mit Quersteifen fixiert, damit es beim Grillen sich nicht
dreht.
Anschließend bewickelten wir es fest und dick mit Aluminiumfolie, damit die Marinade und der Saft beim
Grillen ins Fleisch zieht, aber im Wesentlichen auch, damit es bei der langen Garzeit, ca. 8 Std., nicht
verbrennt.
Nun kam es auf dem vorbereiteten Grill, denn das Holzfeuer war schon angezündet und gut durchgebrannt

Mein Vater und meine Nichte Heide beim Begutachten des Grillfortschrittes

Mein Vater und meine Nichte Heide beim Begutachten des Grillfortschrittes

Nun hatte ich die ehrenwerte Aufgabe, das Schwein auf den Punkt zu garen, und das fast 8 Stunden lang,
kann sich einer vorstellen, das ich fasst keinen Hunger mehr hatte.
Leider funktionierte das elektrische Drehen nicht, denn das Schwein konnte nicht so fest fixiert werden,
dadurch drehte es sehr unregelmäßig, so musste immer Stück für Stück von Hand gedreht werden.

Weitere Gutachter zur Kontrolle angetreten, meine Mutter Marie, mit Nichte Heide, mein großer Bruder Karl Heinz mit meinen Kindern Anja und Jörg, und im Hintergrund meine Schwägerin Inge

Weitere Gutachter zur Kontrolle angetreten, meine Mutter Marie, mit Nichte Heide, mein großer Bruder Karl Heinz mit meinen Kindern Anja und Jörg, und im Hintergrund meine Schwägerin Inge

Aber auch die anderen Familienmitglieder hatten genug zu tun, die Männer stellten das Zelt auf und planten
es ein, holten die Tische und bauten sie auf.
Die Frauen holten das Geschirr, das Besteck, deckten auf, machten Salate und beschafften auch alle anderen
Zutaten.
Zwischendurch gab es aber auch immer etwas zu trinken, den das Bierfass war angestochen, und ich glaube
so’n kleinen Köm gabs zwischendurch auch, und Musik war auch schon am spielen
Nachmittags gabs noch ´ne kleine Kaffeetafel, und so waren alle guter Dinge, besonders die Kinder denn
sie konnten das tun was sie gerne tun, nämlich spielen, und dafür hatten sie ja genug Platz und Zeit.
Nach ca. 6 Stunden wurde das Schwein vom Grill genommen und ausgewickelt, dann wieder aufgelegt und
zum bräunen ständig gedreht und mit der restlichen Marinade bepinselt.
Das musste natürlich ständig und regelmäßig geschehen, denn sonst würde es stellenweise verbrennen.
Aber es war letztendlich super geworden und es konnte angeschnitten werden.
Das war natürlich dem Oberhaupt, nämlich meinem Vater vorbehalten.
Nun kamen alle mit großem Hunger und das große Essen konnte beginnen.

Mein Vater Christian in zünftiger Kleidung beim Anschnitt

Mein Vater Christian in zünftiger Kleidung beim Anschnitt

Mein Schwager Hermann beim Verteilen unter der Aufsicht von mir und Neffen Axel

Mein Schwager Hermann beim Verteilen unter der Aufsicht von mir und Neffen Axel

Es wurde gegessen, getrunken, und die
ganze Nacht gefeiert, die Kinder freuten
sich, denn sie durften bis zu Einschlafen
aufbleiben.
Das große Essen, aber es sind nicht alle Familienmitglieder zu sehen. Wie man auch auf den anderen Fotos sieht, hatten wir ein megamäßig gutes WetterFoto:
Das große Essen, aber es sind nicht alle Familienmitglieder zu sehen.
Wie man auch auf den anderen Fotos sieht,
hatten wir ein megamäßig gutes Wetter.
Am nächsten Tag, kam dann natürlich das
große Aufräumen, alle Familienmitglieder
waren da geblieben und fassten alle wieder
mit an, so ging auch das recht zügig.
Es wurde ein Resteessen gemacht, die
weiteren Reste aufgeteilt, und so war nichts
mehr zu sehen.
Zum Abschied gab es noch ein Kaffeetafel
mit Kuchen, denn etwas süßes hinterher
schmeckt natürlich immer gut.
So verabschiedeten sich alle mit dem Vorsatz „Das wiederholen wir aber“, aber leider wurde nichts davon.