Alexander - Fleischwolf

Aus der Unternehmenschronik des Alexanderwerkes:

Alexander-Fleischwolf
Foto links: Alexander-Fleischwolf kleines Modell mit
Zubehör.
Mit dem größeren Modell, Nr.20 habe auch ich so manche
Wurst durchgedreht.
Foto unten:
Werksfoto mit
„Alexander von der Nahmer“.
Nach der Werksgründung 1885 wurde aus dem
Vornamen das „Alexanderwerk“
Auf einer Amerikareise entdeckte
„Alexander von der Nahmer“ einen
Fleischwolf, den er dann in Lizenz in
Deutschland herstellte und vertrieb.
Das Prinzip des Fleischwolfes war bis dahin
in Deutschland und Europa wenig bekannt.
Bis dato wurde Fleisch mit einem
Wiegemesser zerkleinert.

Alexander von Nahmer
Der Fleischwolf trat seinen Siegeszug an und wurde zu einem der bekanntesten Produkte des Unternehmens
und begründete den Einzug des Unternehmens in die Nahrungsmittel verarbeitende Industrie.
Wurstgarn oder auch einmal ein neues Messer wurde gekauft.
Mama musste das ganze Schlachterzeug wie Schürzen und Kittel überholen und reparieren.
Wobei das Waschen zwischendurch, während der Saison in der Winterzeit eine „Schweinearbeit“ war. Die
fettigen und mit Blut besudelten Kittel und Schürzen mussten auf dem Herd oder im Manteltopf gekocht
werden. Hierfür musste das Wasser erst einmal über das Tropffass laufen, damit das Salpeter aus dem
Pumpenwasser die Wäsche nicht Braun machte. Dann wurde die Wäsche auf der Diele getrocknet und
anschließend gebügelt.
Ich glaube, das kann sich heute keiner mehr vorstellen, was das Waschen ohne Waschmaschine, besonders
in der Winterzeit, für eine Arbeit war.
Das Koppelgeschirr wurde noch mal überprüft, ich bekam nach zwei Jahren Mitarbeit mein eigenes, es war
ein von Papa gebrauchtes, älteres Koppel.
Ich habe heute noch Messer, Sägen, Hackbeile und das Koppelgeschirr von meinem Vater.
Die Stiefel wurden kontrolliert, früher hatte Papa langschäftige Fischerstiefel, die weit über das Knie
gingen, das war erforderlich, denn beim abschrappen des Schweins stand man ja gegrätscht über den Trog,
dann schwappte schon mal das Wasser über, und würde in einen normalen Stiefel so rein laufen. Dann
kamen die Gummi Reitstiefel, die gingen langschäftig und eng anliegend bis an die Knie, das war sehr gut,
und praktischer als die Fischerstiefel.
So ging man gerüstet in die neue Saison.